Zu ‚offenem Dialog‘ und ‚demokratischen Umgangsformen‘ – die aktuelle Lehrstunde aus der Einwohnerversammlung 2026
Der subtile Umgang von Bürgermeister Weichert mit unserer Bürgerinitiative (BIUB) hat auf der Einwohnerversammlung Münstertal 2026 am 07.05.26 das nächste Level erreicht. Lesen Sie hier die spannenden, teils erheiternden, teils denkwürdigen Details dazu:
Rückblende:
In der Gemeinderatssitzung am 30.03.26 verlas BM
Weichert eine sogenannte Stellungnahme des
Gemeinderates, in der unser BI-Sprecher massiv
kritisiert wird. In dieser wird „der Wille zum offenen
Dialog bekräftigt“ und von unserem Sprecher
„sachlicher, respektvoller und
wahrheitsgemäßer Umgang“ eingefordert.
(Diese Aussage impliziert u. A., dass unser Sprecher
und damit die BIUB die Unwahrheit gesagt hat. Dagegen
verwahren wir uns ausdrücklich, fordern dazu konkrete
Fälle ein und treten ggf. gerne den Gegenbeweis an. Es
ist vermessen, derartige Forderungen zu stellen, wenn
man selbst die Realität gerne modifiziert und
Geschehenes einfach ausblendet).
Hauptamtsleiter Waldmann berichtete noch in der Nacht des 30.03.26 zu dieser Stellungnahme zweifach unwahr an die Presse.
Das Dokument wurde mit namentlicher Nennung unseres Sprechers auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht.
Die BZ druckte auf Grundlage der vom Hauptamtsleiter zugeschickten sogenannten Stellungnahme am 01.04.26 einen langen Artikel, ließ aber dann eine Gegendarstellung unseres BI-Sprechers nicht zu.
Am 08.04.26 informierten zwei Mitglieder des Gemeinderates auf unserem Treffen 18 anwesende BIUB-Mitglieder darüber, dass diese Stellungnahme nie ordnungsgemäß abgestimmt und ihnen vom BM mehr oder weniger untergeschoben wurde. Sie distanzierten sich in Folge aber dennoch nicht offiziell davon und lassen den BM somit bis heute ungehindert gewähren.
Da das Zustandekommen dieser Stellungnahme nach Auffassung unseres Rechtsbeistandes gegen die Gemeindeordnung Baden-Württemberg sowie die Hauptsatzung unserer Gemeinde verstößt und damit rechtswidrig ist, reichte unser BI-Sprecher am 27.04.26 eine Fachaufsichtsbeschwerde gegen den BM ein. Die Rechtmäßigkeit der Stellungnahme wird derzeit geprüft, die mitverantwortlichen Bürgervertreter im Gemeinderat bleiben weiterhin stumm.
In der darauffolgenden Gemeinderatssitzung am 27.04.26 verweigerte der BM unserem Sprecher das Verlesen einer eigenen Erklärung, obwohl mehrere Bürger die Genehmigung hierfür vom BM einforderten. Das rangiert bei unserem BM dann wohl unter ‚offenem Dialog‘. Auch zu diesem Zeitpunkt kommt aus dem Gemeinderat absolut nichts.
Auf unsere Anfrage versagte der BM per Mail vom
Hauptamtsleiter am 29.04.26 Ortsfremden die
Redeberechtigung für die Einwohnerversammlung 2026 und
verhinderte so mögliche unbequeme Fragen von Teilen der
BIUB und speziell unseres Sprechers. Auch das hat mit
‚offenem Dialog‘ nichts zu tun, verschaffte dem BM
dafür aber eine augenscheinliche Überlegenheit.
Als Hausherr der Veranstaltung hätte der BM das
Rederecht problemlos auch Ortsfremden zugestehen
können. Aber wie ernst ist es unserem BM mit
demokratischem und fairem Umgang wirklich?
Am 07.05.26 fand nun die Einwohnerversammlung 2026 statt.
Eingangs wurden für diese Veranstaltung vier Themenblöcke mit
einem zeitlichen Ansatz von insgesamt 2 Stunden
vorgestellt.
Der BM und ein zusätzlicher Moderator rechneten korrekt aus,
dass pro Thema je eine halbe Stunde zur Verfügung stand. Dies
stimmte allerdings nur in der ersten Sekunde, denn dann folgte
eine Einführung von beiden, die schon über eine Viertelstunde
in Anspruch nahm. Bereits hier ging die Rechnung nicht mehr
auf.
Auch der erste Blick auf die Agenda machte jedem Zuschauer
deutlich, dass die angesetzte Zeit für diese Themenvielfalt
niemals ausreichen würde, selbst ohne jegliche Fragen aus dem
Auditorium.
Da die bereits auf der Homepage der Gemeinde angekündigte
Gesamtdauer der Versammlung massiv überzogen wurde, verließen
etliche Besucher bereits lange vor dem Ende die Veranstaltung.
Eine akkurate Planung dieses Abends hätte einen derartigen
zeitlichen Verzug und Frust unter den Einwohnern verhindert.
Das Thema ‚Windkraft‘ hatte man auf den letzten Tagesordnungspunkt gesetzt und dieser startete damit deutlich später als vorgesehen.
Der von der Gemeinde engagierte Moderator verwies zwar selbst wiederholt auf seine 30-jährige Berufserfahrung, konnte die nach diesen Äußerungen zu erwartende Expertise unserer Ansicht nach allerdings zumindest an diesem Abend leider nicht wirklich demonstrieren. Für das Publikum wäre es deutlich hilfreicher gewesen, diese Erfahrung stärker durch eine neutrale und vor allen Dingen objektive Einordnung erlebbar zu machen.
Sein Hauptauftrag für diese Veranstaltung bestand wohl aber eher darin, in einem ca. 5-minütigen Kurzvortrag die Kommunikation unseres BI-Sprechers mit dem BM zu erläutern und als in keiner Weise davon Betroffener im Auftrag des BM zu kritisieren. Und das ganz offensichtlich ohne nähere Kenntnisse der Umstände zum Thema ‘Windkraft im Münstertal‘, obwohl er nach eigener Aussage dazu im Internet recherchiert hatte.
Die Aussage des Moderators, dass er für derartige Versammlungen normalerweise nicht engagiert wird, da diese von den Gemeinden selbst geleitet werden, bewerten wir hier nicht.
Man erlebte hier eine weitere Episode der Bestrebungen des BM,
unseren BI-Sprecher im noch größeren öffentlichen Rahmen als in
den Gemeinderatsitzungen vorzuführen bzw. in diesem Fall von
einem vermeintlichen Kommunikationsprofi vorführen zu lassen,
wissend, dass unser Sprecher sich aufgrund des zuvor
ausgesprochenen Redeverbots nicht dazu äußern kann. Wir
vermissen auch hier massiv den vom BM ständig eingeforderten
offenen Dialog, den fairen Umgang und das demokratische
Miteinander.
Von Seiten des BM sind das bis heute leider nur Worthülsen, was
auch in der Bevölkerung vermehrt registriert und kommentiert
wird.
Die beiden an dieser Versammlung anwesenden freundlichen jungen
Polizeibeamten (w/m), die laut eigener Aussage wegen der
erwarteten Windkraftgegner von der Gemeinde ‚bestellt‘ worden
waren, standen sich ca. 3 Stunden lang im Foyer gewissenhaft
die Beine in den Bauch. Die Präsenz der Polizei, deren Beamte
bundesweit mit Überstunden maßlos überlastet sind, stieß bei
einigen Besuchern auf Unverständnis, hat andere regelrecht
verärgert und wurde mehrfach als absolut lächerlich
bezeichnet.
Die Kosten für diesen völlig unbegründeten Polizeieinsatz, die
der Steuerzahler hier wieder zu tragen hat, sollten dem BM nach
unserer Meinung persönlich in Rechnung gestellt werden.
Gleiches gilt für die Kosten, die der unnötige Moderator
produziert hat.
Dieser hat dem BM als Hausherrn zum Schluss dann auch noch die offizielle Beendigung der Veranstaltung 'geraubt‘, was aber im Aufbruch der Bürger fast völlig unterging.
‚Am Ende des Tages‘ bleibt von der Einwohnerversammlung 2026 in Münstertal bei nicht wenigen Besuchern leider nur der Eindruck einer schlecht geplanten und ebenso moderierten, zeitlich deutlich überzogenen, dafür aber in hohem Maß abgesicherten Veranstaltung.
Die Frage, was Herr Weichert mit der wiederholten öffentlichen Kritik an unserem Sprecher und damit an unserer Bürgerinitiative bezwecken möchte und wovon dieses Verhalten womöglich ablenken soll, wird in unserer Gemeinde zunehmend gestellt.
Wir erinnern auch hier noch einmal daran, dass es in der Sache noch immer um das mehr als fragwürdige und verschiedenste Gefahren bergende BEM-Windkraftvorhaben ‚Haldenköpfle‘/Sittnerberg am Standort ‚Dreieck‘ geht!
Bitte bleiben Sie interessiert und achten Sie auf Anzeigen im Mitteilungsblatt, wir werden weiter berichten.
Ihre BIUB-Gruppe Münstertal
